Montag, 7. april 2008

Huch!. Bevor ich damit beginne, den neuen Film „Kirschblüten – Hanami“ von Regisseurin Doris Dörrie in den Himmel zu loben, möchte ich anmerken, dass ich vor einiger Zeit die Sektion „Deutscher Film“ ziemlich verrissen hab. Als Entschuldigung hier eine übliche Phrase: Ausnahmen bestätigen die Regel! J so denn:

 

Das Ehepaar Rudi (Elmar Wepper) und Trudi (Hannelore Elsner) lebt das typische Alltagsleben. Während Rudi seiner Arbeit nachgeht und von seiner Frau nur am Rande Notiz nimmt, so kümmert sie sich um den  Haushalt, pflegt ihren kränkelnden Mann und gibt die aufopfernde und hilfsbereite Gattin. „An apple a day keeps the doctor away“ lautete Rudis Devise, mit der er bisher glückselig durchs Leben kam, doch das Glück wird zumindest für Trudi gänzlich geschmälert, als sie erfahren muss, dass ihr Mann an Krebs erkrankt ist und seine Zeit abläuft. Da sie ihren Mann noch einige schöne Wochen bescheren möchte, verschweigt sie ihm die Diagnose und versucht ihn zu mehr Aktivitäten zu überreden, die er entweder total ablehnt oder meckernd und maulend verdirbt.

Der Besuch bei den Kindern endet mit der ernüchternden Feststellung, dass weder die Kinder ihren Eltern, noch die Eltern ihren Kindern etwas zu sagen haben und so ziehen Rudi und Trudi weiter Richtung Küste, doch auch dort gibt sich Rudi äußerst unzufrieden und wünscht sich seinen Alltag zurück. Trudis Versuche ihren Mann zu einem Besuch bei ihrem Sohn in Japan zu überreden, scheitern an dessen Unlust und Egoismus.

Als Trudi unerwartet stirbt, muss sich Rudi in einer neuen Situation zurechtfinden, die ihm keine Chance für Egoismus und Unlust lässt und somit muss er erfahren, wie viel ihm seine Frau bedeutet hat, deren Anwesenheit er jahrelang als selbstverständlich abgetan hat. Da seine Frau einst ihren größten Wunsch, eine Butohtänzerin zu werden, für die Familie und vor allem für Rudi aufgeben musste, möchte er an ihrer Stelle in das Land reisen. Er besucht den gemeinsamen Sohn, den Trudi wegen Rudis Weigerung nicht mehr sehen konnte, und lernt das fremde Land und die fremde Kultur nur sehr zögerlich und mit einigen Problematiken kennen .Schließlich freundet er sich mit einer jungen Buthotänzerin an, die ihm die Kultur des Landes und vor allem den Ausdruckstanz näher bringt, und ihm über den Tod seiner Frau hinweghilft.

 

Doris Dörrie, die ebenfalls das Drehbuch geschrieben hat, fängt mit dem Film mehr als einmal unheimlich realistische Situationen ein, die jedem irgendwie bekannt vorkommen dürften. Sei es die typischen Alltagssituationen von Trudi und Rudi, oder eben die Zeit bei ihren Kindern. Die Diskussionen und sehr deutlich zu Tage tretenden Emotionen, gerade der Kinder, sind wunderschön gespielt und haben schon leicht satirischen Charakter. Das Leben der Kinder wird jahrelang ignoriert und offensichtlich wissen die Eltern auch nicht wirklich bescheid, wer ihre Kinder sind, bzw. was aus ihren Kindern geworden ist. Hannelore Elsner spielt sehr gefühlvoll und gibt die verzweifelte Ehefrau, die zeit ihres Lebens nur ihre Familie glücklich machen wollte, nur um selbst letztlich unglücklich sterben zu müssen. Schon zu Beginn des Films ist die Rolle der Trudi entscheidender Motor für die Handlung. Sie treibt ihren Mann an und ohne sie scheint die Handlung stecken zu bleiben. Dieser Einschnitt ist hervorragend geraten, leider ist die zweite Hälfte des Films tatsächlich erzählerisch sehr vom Stillstand geprägt. Der Motor fehlt. Ab hier wirkt der Film teils träumerisch überzogen und die Handlung verliert an Realität. Das farbenfrohe, schnelle und hektische Leben in Japan steht in Kontrast zu der Schönheit, Emotionalität und Traurigkeit, die mit der Szenerie der Kirschblüten, des Ausdruckstanzes und Rudis Verlust verbunden sind.

 

Auch, wenn der Film an einigen Stellen unheimlich an Sophia Coppolas "Lost in Translation" erinnert, selbstverständlich auf die Darstellungen der japanischen Sitten und Kultur bezogen, so sollte man sich hier bei der Kritik etwas zurückhalten und dem Film seine Einzigartigkeit dann doch gönnen. Doris Dörrie beschreibt das Leben zweier gewöhnlicher Menschen, die es in ihrem gemeinsamen Leben versäumt haben aufeinander und die Wünsche des anderen einzugehen. Der Tod Trudis hat Rudi einen neuen Blickwinkel auf die Welt eröffnet und seine Einsamkeit hinzu eigenen Antrieb, den er vorher nicht hatte. Der Film ist auch ein Fingerzeig auf Ignoranz, gerade innerhalb einer Familie. Menschen die beisammen sind, kennen sich nicht, oder wollen sich nicht kennen und werden sich ihrer Emotionen erst bewusst, wenn die Situation sich derart plötzlich und schrecklich verändert. Der Film handelt vom Kennen lernen und von der Aufmerksamkeit, die ein Mensch einem anderen schenkt, aufgrund dessen Tod.  Eine Aufmerksamkeit, die man durchaus schon früher hätte schenken sollen.
More Hugs for free!

von Odie veröffentlicht in: Filme
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Montag, 7. april 2008

Komisch , komisch. Als gebürtiger Hesse kommt man sich in Bayern ab und an, und wenn dann sehr deutlich, vor wie ein Austauschschüler. Die Sprache versteht man irgendwie, aber auch nur wenn sich nicht 2 Muttersprachler unterhalten, aus der Politik sollte man sich ganz raushalten, weil man ja eh keine Ahnung hat, und diverse Bayrische Marotten, man nehme nur die Jahreszeitenunabhängige Volksfestmanie, macht man mit, aber irgendwann schickt’s halt auch mal. Dann möchte man gern mal wieder in die Heimat, möglichst kein Bier trinken und mit Leuten reden, die dieselbe Sprache sprechen. Leider bin ich an Bayern gekoppelt und kann mir solch schöne Ausflüge ins Äpplewoiland grad nicht gönnen, deshalb ertrage ich mein Leid und lästere derweil ausgiebig über das lustige Ländle.

 

Bayern ist ja nicht so, wie andere Bundesländer sind. Bayern macht ja immer seine eigenen Regeln. Nicht nur, dass es hier die CSU und nicht die CDU gibt, nein auch bei Gesetzesneuerungen hinkt Bayern erstens immer hinterher, zweitens gibt’s hier immer ne extra Wurscht. So auch beim Nichtraucherschutzgesetz, das eigentlich ja schon letztes Jahr in Kraft getreten ist, also laut Gesamtdeutschen Beschluss. Bayern konnte sich ja erst zu Beginn des Jahres 2008 dazu durchringen und trotzdem---läuft in Bayern immer noch alles anders.


Während mein Heimatbundesland Hessen es vorzieht so genannte „Raucherräume“ zu genehmigen, falls die Wirte denn mit Leib und Seele an ihren qualmenden Kunden hängen, so meinen die Bayern, das sei viel zu schwach angelegt, selbst durch Türen, sei den Nichtrauchern der Tod noch sicher und so werden Raucher hier auf die Straße gejagt. Denkste…..nix da. Raucher sind hier plötzlich herzlich Willkommen. Statt bösen Gesichtern, wenn man sich als Raucher outet überreicht man dir sogleich einen Aschenbecher und freut sich über deinen Besuch und nicht nur das. Man stelle sich vor man betritt eine kleine Kaschemme und wird sogleich gefragt, ob man Mitglied im Raucherclub ist. BITTE? Nein, selbstverständlich sind meine Ambitionen einen aus einer Laune entstandenen Verein beizutreten nicht sonderlich stark, mal ganz davon abgesehen, dass man ihn auch Krebspatientenclub nennen könnte und das nicht mal halb so schön beitretungswürdig klingt. Es reicht anscheinend nicht mehr, öffentlich zu bekunden, dass man kein Problem mit dem Gequalme seiner Tischgenossen hat, nein seit neuestem muss man dafür Kohle abdrücken und seine Personalien an eine wildfremde Clubgemeinschaft abgeben, die scheinbar aus lauter bayerischer Wirtsfürsorge innerhalb weniger Wochen eine Art Subkultur geschaffen hat. Wer nicht dabei sein will, tja der muss draußen bleiben. Der ist dann aber auch selbst schuld, immerhin sind auch Nichtraucher herzlich eingeladen, dem Raucherclub beizutreten, Überzeugung hin oder her….aber wer entscheidet sich dagegen, wenn ihm der totale Ausschluss droht? Harmlose Kneipenbesitzer bäumen sich vor dir auf und fragen zuallererst nach deiner Mitgliedschaft. Da kommt schon ein leichter Faschismus durch. Wer nicht mitmacht wird gedisst und zudem auch noch mit einem nicht gerade bittenden Unterton nach draußen verwiesen. Da schaut man sich dann das nette Dackelbild an der Tür an, mit einem fröhlich dir ins Gesicht pinkelnden „Wir müssen draußen bleiben“ und du weißt genau, wo ungefähr du dich auf der Gesellschaftskette befindest. Im Hessischen Raucherraum wär so was ja nicht passiert. Da geht man stolz an den Nichtrauchertischen vorbei und freut sich, dass man mit viel zu vielen Rauchern und viel zu schlechten Lüftungsanlagen in einem Raum sein darf und am eigenen Qualm fast erstickt. Aber gut. In Bayern ist halt alles anders. Da wehrt man sich noch. Bei den Studiengebühren hat zwar der ganze Freistaat gepennt, aber wenn’s um Menschliche Bedürfnisse geht, vor allem die Tödlichen, da simma dabei. Und dann kämpfen wir mit harten Bandagen um das recht auch weiterhin die Massen einräuchern zu dürfen.

Das Nichtraucherschutzgesetz hat man hier ja mal völlig falsch verstanden. Oder vielleicht auch endlich mal richtig, man weiß es nicht. Die Bayern haben ja das beste Abitur ganz Deutschlands, also wenn’s die Bayern nicht verstehen, wer dann? Hier heißt das dann eher „wer den Nichtraucher schützt, wird gnadenlos ignoriert“. Da hat der Bayer, obwohl er sich so ins Zeug gelegt hat, das global schärfste Nichtraucherschutzgesetz durchzusetzen, natürlich voll ins Klo gegriffen. Aber wer konnte denn ahnen, dass die Wirte sich gerade hier so gegen die Obrigkeit aufbäumen. Ich bin gespannt wie's weitergeht. Ich habe mich selbst dazu nötigen lassen, beizutreten. Wer schwimmt schon gerne gegen den Strom, bzw. wer steht schon gerne draußen wenn’s regnet und gut das bisschen Geld kann ich mir auch noch leisten. Aber wo zum Teufel bleibt mein Mitgliedsausweis, als Freifahrtschein für diverse Raucherclublokalitäten im schönen Freistaat? Gibt’s so was wie ne Familycard? Kann ich Happy Digits sammeln? Läuft die Mitgliedschaft nach einem Jahr ab oder heißt das jetzt PRO Qualm auf Lebenszeit. Gibt’s Prozente auf diverse Tabakwaren?
Irgendwie fehlt’s da noch am nötigen Programm, oder einer Opposition.

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Dienstag, 18. märz 2008
Kritisch beäugt, aber dennoch, vielleicht auch aus Verzweiflung, von den Massen genutzt: Das Stasi-Vz, … äh Studi-Vz. Der Überwachungsstaat lässt grüßen. Ja Stalken ist jetzt ja keine Kunst mehr. Für alle dies nicht wissen: 
Mittlerweile kann man auf einer interaktiven Plattform, ach was red ich mittlerweile sind’s ja quasi 3 oder 4 oder mehr Plattformen (Studi-vz, Schüler-vz, Mein-Vz und und und) regen Kontakt mit bekannten oder eben auch unbekannten Menschen führen. Man kann ihnen anzügliche, oder eben auch harmlosere Nachrichten schicken, sie auf bösartigen Fotos verlinken, ihre Pinnwand mit allerlei schwachsinnigen Statements vollklatschen oder einfach nur gruscheln. Einfach nur gruscheln, gibt’s ja so in der Originalform gar nicht mehr. Gruscheln, eigentlich als Mischform des online Grüßens und Kuschelns gemeint, ist seit einiger Zeit der Freibrief Unbekannte auf die eigenen sexuellen Hintergedanken aufmerksam zu machen. Dies sollte man durchaus mit Bedacht tun, denn die Menschen sind sehr sehr misstrauisch geworden. Apropos Misstrauen. Ja eigentlich, war’s wohl mal so gedacht, dass Vertraute, oder eben Bekannte Menschen, einander Mitteilungen schicken können, bzw. Kontakt halten, oder auch neue Leute für Lerngruppen oder so finden, man betone „oder so“. Zur Zeit allerdings ist der große „Wer hat die meisten „Freunde“ auf der Liste“ -Kampf entstanden, so habe ich durchaus schon bei diversen Personen mehr als 300 Kontaktpersonen gezählt. Die Wahrscheinlichkeit für solch eine Beliebtheit ist eigentlich nicht sehr hoch, bzw. glaube ich zumindest nicht an ganz so viel „Freundschaft“ auf der Welt, also geht’s wohl tatsächlich nur ums Suchen und Finden und möglichst schnell „adden“. Worauf ich aber eigentlich beim Thema Misstrauen hinaus wollte, sind die großartigen Einstellungen für „Privatsphäre“, die immer wieder überarbeitet werden, so dass man sich in dem großen Trubel aus Mitstudivzlern (dieses Wort muss gewählt werden zum Wort 2008) einige besondere auswählen kann, die in den vollen Genuss der eigenen Kontaktdaten und Persönlichen Veröffentlichungen kommen. So kann man seit Anbeginn der Zeit zum Beispiel fröhlich die Seiten anderer ausspionieren, ohne dass davon jemand was mitbekommt. So was nervt natürlich, obwohl ja stets die Devise gilt „Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß“ aber letztlich kennt man sich ja selbst und die eigene Neugier. Wenn man also selbst schon mal stalken „musste“, hat man sehr schnell die virtuelle Phantasie ebenfalls Opfer zu sein. Was ja auch meistens stimmt. Damit die Opfer selber entscheiden können, was man in Zukunft stalken darf, gibt es, meine Güte wie kann man sich anstellen, seit Neuestem, diverse Einstellungen nach denen man festlegen kann, was der Stalker zu Gesicht kriegt. Die Fotos, die Kontaktdaten, die Pinnwand, die Freundeliste etc. Also entweder man gibt den Weg frei für satte Stalkerei vom Feinsten, oder man versteckt sich in der „Geht dich garnix an“- Höhle und verdirbt damit jedem den Spaß. Wenn jemand schon die Dreistigkeit besitzt, mir auf meine Pinnwand zu klecksen, dann will ich auch wissen wie alt dieser Mensch ist, bzw. die Nacktfoto sehen, die seine Freunde nett wie sie sind, mal online gestellt haben. Höchst schwierig wird die Stalkerei ja dann, wenn Menschen, so wie ich, meinen den richtigen Namen durch merkartige Buchstabenkombis oder äußerst phantasievolle Wunschnamen zu verschleiern. Dann kann man eigentlich so viel suchen wie man will, es hilft alles nix. Da hilft dann eigentlich nur noch hacken. Aber soweit will ja keiner gehen. Glaub ich. Hoff ich. …. Das lass ich mal so im Raum stehen, bzw. im Blog.
Um das Misstrauen perfekt zu machen, kann man ebenfalls seit neulich die Verlinkerei auf den Spassbremsenhöhepunkt bringen. Wenn man das Verlinke leid ist, ja ich bin’s ja auch, aber meine Güte, genügt ein Häkchen auf „Keiner darf mich mehr verlinken, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis“. Somit wird selbst das für einen hinterlistigen Verlinker zur Tortur, da hat man so schöne Fotos gemacht…Aber scheinbar stehen die Menschen so gar nicht, zu ihren eigens zu verantwortenden Fehltritten, oder auch nicht fotogenen Gesichtern. Ich habe mich mehr als einmal fast zu Tode geärgert, als ich wieder einmal eine abgrundtief schändliche Verlinkung entdecken musste, mich aber im Gegenzug dazu ebenso halb tot gelacht, als ich eine nicht weniger schändliche Verlinkung ausgeführt habe. Freunde sind halt schon das letzte. Und wenn man seinen eigenen Freunden nicht mehr trauen kann…ja dann sollte man schleunigst so viele Privatsphäreeinstellungen wie möglich ändern, damit nicht mal mehr die, deine Seite anschauen können…aber Moment die Einstellung gibt’s ja noch gar nicht. Da hilft nur eins…sich so viele Persönlichkeiten wie möglich ausdenken, alle „immatrikulieren“ und viele richtig tolle Bilder von einem selber machen. Dann kann man sich auf den schönsten Fotos verlinken oder eben nicht, die Freundeliste ist voll, je nachdem wie viel Arbeit bzw. Phantasie man sich machen will. Natürlich ist alles nur für die Freunde sichtbar und die Pinnwand ist voll von eloquenten Einträgen oder eben nicht. Vielleicht gibt’s so was dann bald in der Plattform Nummer ? genannt „Schizo-vz“, mit Privatsphäre Einstellungen für Fortgeschrittene und der mit den meisten Freunden gewinnt dann laut Banner einen Mercedes ML500 mit getönten Scheiben oder eben einen Panzer, da sieht man garantiert nichts mehr von der Persönlichkeit.
 
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Montag, 17. märz 2008
Wir haben ja schon 2008. 
Nachdem ich nun das neunte mal meinen 16. Geburtstag gefeiert habe, wäre es tatsächlich mal an der Zeit sich zusammenzureißen und das Leben und all seine Veränderungen anzuerkennen. Ab heute also immer schön brav beim Zähneputzen den Wasserhahn abdrehen, wer weiß wie lange da noch Wasser rauskommt. Meine Uni könnte ich durchaus mal ernster nehmen, immerhin kostet mich die Bildung ein Vermögen und mit der Einstellung hätte ich mir durchaus auch ein Studium in DIESER Kleinstadt ersparen können. Überhaupt könnte ich mal so einiges ändern.
Da ich ja kein Teenie mehr bin, könnte ich mal aufhören mir Haarspangen in die Haare zu machen. Es mag ganz niedlich aussehen, aber mal ehrlich, hatte ich das nicht schon mit 12 satt. Ist halt doof, wenn die Leute anfangen dich zu siezen, vor allem, wenn sie nur wenige Jahre jünger sind als du. Aber wer weiß wie die das empfinden. Vielleicht sehen die von ihrer Perspektive, deutlich die bessere, ja eben doch diese Alterslücke.
Interessant wird’s ja erst dann, wenn die nette Dame an der Tankstelle dich dann nach dem Ausweis fragt, wenn du Alkoholika kaufen willst….hm…..das gibt zu denken. Also entweder hat einer von beiden dann ein unheimliches Alter-einschätz- Problem, oder du weißt nicht wer du sein willst, bzw. als was du gesehen werden willst.
Definitiv wäre ich gerne 16. Nicht weil das Leben damals noch so unglaublich angenehm war. Ich hab mich extrem genervt gefühlt, vor allem von meinen Eltern, ganz normal, aber irgendwie bilde ich mir grade ein, dass damals alles einfach war. Ich hatte keine eigene Wohnung, ergo auch keine Rechnungen zu zahlen. Ach ja und ich konnte mir fantastisch Nummern merken, also Telefonnummern, weil ein Handy hatte ich damals noch nicht. Ich musste nicht alle 5 Minuten auf mein Handy starren, nein damals hatte ich einen Scall und eine Armbanduhr. Voll retro. Und ich glaube damals war es durchaus noch möglich mit Münzen in Telefonzellen zu telefonieren. Ich muss zugeben; ich stand neulich in einer. Nicht aus Langweile, sondern wie könnte es anders sein: zum Telefonieren. Allerdings nicht am Telefon, sondern mit meinem Handy, ah ich erinnere mich. Ich kam mir unglaublich dämlich vor. Es hatte geregnet und na ja die Dinger sind schon cool. Man kann sich anlehnen und es ist trocken. Aber irgendwie hatte es diesen üblen Effekt, dass man sich fühlt wie ein Zeitreisender. Modernes Handy mit GPRS und allerlei schnick schnack vs. Äußerst unhandlichem Analogem Telefon. Da mag die Telekom ihren Werbescheiß noch so dick aufkleben, so was hat heute hier auf dieser Welt keine Lebensberechtigung mehr. Anscheinend! Keine Ahnung, wieso man von den heutigen Telefonzellen noch nicht via blabla SMS und MMS und E-Mails verschicken kann. Rückständig…oder schöner: Antik!!
 
Ein paar Jahre sind seit meinem 16. ja schon vergangen. Ein sehr bekanntes Phänomen ist ja auch, dass Schulen, egal welche, immer alles anders machen, sobald man die Schule verlässt. Plötzlich werden Toiletten erneuert, Schulhöfe werden größer, grüner oder einfach nur schöner. Gebäude, die in Charisma und äußerer Erscheinung eher einer Plattenbausiedlung glichen, sind auf einmal für den lokalen „Kids creating school“ - Preis nominiert und werden für zig Millionen aufgemotzt und für die nächsten 20 Jahre feuer- und schülersicher gemacht. Nigelnagel neue Bushaltestellen retten hundertprozentig aufs Jahr hochgerechnet mindestens 3 Schülern das Leben. Cool sind dann auch solche kleinwirtschaftlichen Veränderungen. Zum Beispiel, wenn das einzige Irish Pub der Stadt einfach mal so dicht macht. Oder neue Gesetze wie ein Rauchverbot, das die allgemeine Lokalitätenlandschaft doch an Mannigfaltigkeit unheimlich einschränkt. Da sind dann noch die Überreste der langweiligen Kaschemmen, die man vorzugsweise zum Qualmen aufgesucht hat, einfach weil sich’s da chillig rauchen lässt. Oder auch weil der Laden ohne Rauch noch viel schlimmer stinkt. Da könnte man dann schon fast behaupten, man rettet den Nichtrauchern das Leben durch natürliche Eindämmung des Schimmelpilz Geruchs. Aber warum zum Henker, soll man seinen Lebensstil, bzw. seine Einstellung zum Leben auf einmal verändern? Nur weil’s langsam peinlich ist, dass man immer noch knapp 10 Jahre hinterherhinkt? Sich das gute alte Trium Handy zurückwünscht, das 7 Tage zum erneuten Empfang einer SMS brauchte, nur weil man zum rechten Zeitpunkt das Handy aushatte? Ich wünsch mir auch meine Freunde von damals zurück, insgeheim. Alle recht bescheuert, aber dieses sorgenfreie Gesaufe, Rumgehänge, Geld um sich schmeißen obwohl man keins hat und keins verdient, komm ich heut nicht -- komm ich morgen, ich studiere 20 Semester -Leben, war doch bestimmt, glaub ich toll. Also ich kann mich ja nicht mehr wirklich daran erinnern. Ich behaupte aber jetzt einfach mal, dass dieses Leben des, egal was heute wieder passiert, morgen wird’s Besser-Ding richtig, richtig cool is. Ok, ich persönlich habe diese Erfahrung nicht gemacht. Ich werfe mir ja durchaus schon sehr lange vor, dass ich in wichtigen, bestimmten Momenten meines Lebens einfach nicht relaxt genug war. Leider. Hätt’ ich mal nicht so viel Wind um meine Abschlüsse gemacht, hätte ich bestimmt auch mehr gesoffen—ergo auch mehr Spaß gehabt--- so sagt man. Wenn ich heute Alkohol trinke und das in Mengen, bestraft mich mein Körper mit leichtem Schüttelfrost, mein Nacken und meine Schultern für die Dauerwürgerei in der Nacht, und vom Magen und liebe Güte der Speiseröhre will ich hier gar nicht anfangen. Schön aber, wenn man spürt, dass man lebt. Um das hier mal als positiven Punkt anzuführen.
 
Ich kann Veränderungen auf den Tod nicht ausstehen. Dieses spontane Umgedenke. Bei uns wurde nun in der Stadt, also eigentlich eher am Stadtrand, eine neue Ampel installiert, wo vorher ach zig Jahre eben nix war. Warum soll man dann als gewohnter Autofahrer plötzlich an einem Punk halten, der einem vorher nicht mal aufgefallen ist. Bis ich das erste Mal darauf hingewiesen wurde, Gott sei dank von einer Freundin, dass da eine Ampel steht, hab ich sicherlich schon 5-6 Mal eben jene Ampel ignoriert oder einfach nicht gesehen. Der Kopf blendet so was aber auch gern mal aus, wenn er nicht dran gewöhnt ist, an eine Veränderung.
Jetzt stelle man sich vor, dass man all diese Zeit voller Abschlüsse, Eltern nerven, Snake I am Nokia Handy spielen, Snake II am Nokia Handy spielen, Sex and the City Staffel I, Sex and the City Staffel 6, scheiße ich studiere, scheiße ich Wechsel meinen Studiengang mit ein und derselben Person durchlebt. Natürlich mit mehreren, aber eine war irgendwie immer dabei. Und es war cool. Das sind dann diese Leute mit denen man nachts um drei über ihr nicht vorhandenes Talent spricht, Nudeln so zu portionieren, dass es nur für nicht mehr als eine Person oder mindestens für eine Person reicht. Das sind die Leute, die immer zeitgleich mit dir wach werden und dasselbe tun wie du. Richtig, den PC anmachen. Das sind die Leute, die dir 1:1 übers ICQ die neueste Scrubs Folge durchgeben, aber Wort für Wort, obwohl du sie schon tausendmal darum gebeten hast, dies bitte zu lassen. Das sind die Menschen, die im Winter bei Minusgraden trotzdem noch auf der Terrasse grillen, um an ihre verdiente Tagesration von 6 Schnitzeln zu kommen. Das sind vor allem die Menschen, die genauso leiden wie du, wenn sie was gegessen haben, weil sie entweder an zu vielen Lebensmittelallergien leiden oder von Natur aus, einfach nichts essen sollten. Man weiß es nicht. Man wird es gemeinsam auch nie erfahren. Nicht mehr. Denn wenn man so jemanden plötzlich nicht mehr kennen darf, dann bleibt da auf einmal gar nichts mehr. Außer der immer stärker werdende Wunsch, man hätte sein 16. Lebensjahr nur durchgesoffen, dann wär’ man heute trinkfester. Oder man wünscht sich, man hätte die Zeit mehr mit Telefonieren, als mit sprachlosen Gechatte verbracht. Tatsächlich ist der Kopf auf einmal leer. 

Das kommt davon, dass man sich schon gegenseitig die Sätze beenden konnte, wirklich erschreckend…das ist unfassbar erschreckend, und derjenige wohl anscheinend nicht mehr im Kopf ist. (Ich hatte als Kind mal ein Buch, das hieß Ben liebt Anna und da ging’s auch um jemandem im Kopf…:-) ) Plötzlich darf man denjenigen dann auch nicht mehr treffen. Da fällt einem grob erstmal auf, warum man eigentlich immer nach Hause gefahren ist. Wenn ich jetzt bei You Tube oder sonst wo was finde, hab ich das starke Bedürfnis das Lachen, oder den lustigen Moment mit dieser einen Person zu teilen. Da fällt mir auf, dass wir jetzt ja nicht mehr chatten und ich von seiner Liste gelöscht wurde. Jetzt wäre es eigentlich auch mal für mich an der Zeit die Person zu löschen aber das findet man mit 16 halt irgendwie noch doof. Richtig doof ist vor allem, dass man nicht mehr anrufen kann, somit auch keine SMS mehr verschicken wird. Eigentlich ist das Handy an sich hinfällig geworden. Keine Gespräche mehr bis morgens um fünf, und wie das mit den gemeinsamen Freunden wird, weiß man auch noch nicht. So viele Dinge ungeklärt, nur die Tatsache, dass man sich nie wieder sieht. Von heut auf morgen. Und dann hat man sich noch nicht mal richtig verabschiedet. Sehr unwürdig. Das kommt davon, wenn man sich zu sicher fühlt. Wenn man das tausendste Mal theoretisch besprochen hat, was die Welt tatsächlich umstürzen lässt, und wenn’s dann soweit ist, dann ist man sich der Konsequenzen nicht bewusst. Plötzlich ist der Kopf ganz leer. 

Man stelle sich vor, man bringt einen Freund zum Bahnhof. Man sieht diese Person das allerletzte Mal in seinem Leben. Man macht Witze, lacht miteinander über alles mögliche. Witzige Erlebnisse, Peinlichkeiten. Man kramt in allen Geschehnissen seit bestehen der Freundschaft und man kann die Tränen vor Lachen irgendwann nicht mehr zurückhalten. Dann kommt der Zug. Nachdem man den ganzen Bahnsteig und auch noch den Gegenüber mit alten Storys und Gelächter amüsiert hat, verabschiedet man sich irgendwie, aber nicht richtig. Hauptsächlich, weil man nicht glauben kann, dass es tatsächlich schon an der Zeit ist für den Abschied. Man hat darüber nachgedacht, aber denken und tun, sind völlig verschiedene Dinge. Das tun, ist merkartigerweise immer kürzer. Dann steigt der Freund in den Zug ein. Man hört die Schnappgeräusche der Türen, das Pfeifen vom Schaffner, und plötzlich fühlt es sich richtig komisch an. Als wär die Person schon weg, obwohl sie ja noch da ist. Doch dann fährt der Zug los, und dann ist sie weg. Und auf einmal findet man die Geschichten, die man sich eben noch lachend erzählt hat, nicht mehr witzig. Man geht sie in Gedanken noch mal durch. Aber Lachen kann man nicht mehr. Und der Kopf ist leer. 

So in etwa hat sich das gestern angefühlt. Dieser spontane Wechsel in eine andere Zeit. Plötzlich darf man nicht mehr 16 sein. Also muss man sich strecken, und so sehr es auch an einigen Stellen zieht, und knackt und sich verdammt noch mal nicht gut anfühlt, es ist Zeit. Zeit so alt zu sein wie man ist, Zeit für das Jahr 2008 und Zeit für eine neue Ära. 
Mal schaun!
von Odie veröffentlicht in: Allgemein
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Samstag, 15. märz 2008
Keine Welle der Begeisterung für den neuen Film mit Jürgen Vogel. Auch wenn der Trailer durchaus neugierig machte und sogar das Gefühl vermitteln konnte, dass hinter der deutschen Filmversion des Jugendbuches von Morton Rhue tatsächlich eine gelungene Inszenierung steckt, so konnte der Film letztlich mit den entstandenen Erwartungen nicht Schritt halten. Schade eigentlich, denn die Basis war gut.
 
Der junge Sport- und Politiklehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) erfreut sich größter Beliebtheit bei seinen Schülern. Er trainiert nebenher die Wasserballmannschaft, der auch einige seiner Schüler angehören. Die bevorstehende Projektwoche beginnt schon mit der Hiobsbotschaft, dass er nicht wie geplant den Anarchiekurs übernimmt, sondern den Autokratiekurs, welchen er nur widerwillig leitet. Trotz seiner Abneigung gegenüber dem Kurs, haben sich sehr zu seiner Überraschung viele Schüler für seinen Kurs entschieden. Das vertraute Verhältnis zwischen ihm und den Jugendlichen, die ihn duzen führt zu einem lockeren Beginn in die Projektwoche. Als die Schüler das Thema Autokratie und Faschismus besprechen, kommt die Frage auf, ob so was wie Diktatur in Deutschland überhaupt noch mal möglich sei, was die meisten verneinen. Rainer Wenger hat nun die Idee es auf einen Versuch ankommen zu lassen und führt plötzlich seltsame Regeln ein, wie aufstehen bevor man spricht, ihn mit Herrn Wenger anzusprechen oder dass man nur nach einer Aufforderung sprechen darf. Den Schülern machen die neuen Sitten zwar erst ab dem zweiten Tag so richtig Spaß, aber dann sind sie zu allem bereit und das Spiel gerät außer Kontrolle. Man gibt der Gruppe den Namen „Die Welle“ und führt einheitliche Kleidung ein. Außenseiter wie der junge Dennis (Jacob Matschenz) entwickeln sich zu den stärksten Befürwortern der Gruppe, die nun auch versucht andere für die Bewegung zu gewinnen und schließlich ab dem dritten Tag Mitschüler ausgrenzt, die nicht interessiert sind mitzumachen. Die Welle und die Entwicklung ihrer Anhänger beeinflusst schließlich auch die Beziehung von Karo (Jennifer Ulrich) und Marco (Max Riemelt) als Karo sich gegen die Gruppe entscheidet. Um die Ausbreitung der Bewegung in Gang zu bringen schrecken die Jugendlichen selbst vor Gewalt nicht zurück, was schließlich zum Eklat führt als Karo und eine Freundin bei einem Wasserballturnier Handzettel gegen „ Die Welle“ verteilen. Als Marco dann auch noch seine Freundin schlägt, wird Rainer Wenger klar, dass er die Sache schnellstmöglich beenden muss. Er beruft eine große Versammlung aller Anhänger der Welle ein und hält eine imposante Rede, ganz im Stil von Adolf Hitler und macht die Jugendlichen letztlich darauf aufmerksam, worum es in diesem Experiment eigentlich ging. Als schließlich Marco vor aller Augen für seine negative Einstellung der Bewegung gegenüber fast Opfer von Gewalt wird, gehen den Schülern die Augen auf. Und die Frage, ob so was wie Faschismus heute noch möglich sei, beantwortet sich von selbst. Der labile Schüler Dennis jedoch, der sein Herzblut und seine ganze Überzeugung der Welle geopfert hat, erträgt es nicht nur Teil eines Experiments geworden zu sein und schießt erst auf einen Mitschüler dann auf sich selbst. Der Film endet damit, dass Rainer Wenger wohl für die Anstichelung von Schutzbefohlenen und den damit verbundenen Tod eines Schülers verhaftet wird.
 
Im Gegensatz zu Morton Rhue’s Bestseller "The Wave" von 1981, der sich auf eine wahre Begebenheit von 1969 bezieht, hat Filmregisseur Dennis Gansel die Geschehnisse in die heutige Zeit verfrachtet. Dadurch stößt der Film bei heutigen Jugendlichen mit Sicherheit auf mehr Interesse, aber vor allem sollte es wohl die Zeitlosigkeit der Faschismus Problematik verdeutlichen. Leider, ich betone: LEIDER, wirkt der Film unheimlich gestellt. Jede Szene, jeder Dialog schreit „Keine Sorge, das ist nicht real, das ist nur ein Film“ und eben dieses Gefühl tut dem Film nicht gut, und schon gar seinem eigentlich Sinn und Zweck. Schüler von heute haben, gerade was Lebenseinstellung und Verhalten angeht, so gut wie nichts mehr mit Schülern von 1969 gemein. Heute kann ein Lehrer so cool sein wie er will. Um Jugendliche dazu zu bringen aufzustehen, bevor sie sprechen und um Grufties, Rocker und wie sie alle heißen zum Tragen von weißen Hemden zu nötigen, bedarf es mehr als 2-3 Tage und bis die solch eine Aktion wie sie im Film geschildert wird, so krass finden, dass sie auch in ihrem Privatleben danach handeln, bedarf es mehr als eine Projektwoche.
Die Schauspielerischen Leistungen von Jürgen Vogel lassen sehr zu wünschen übrig, denn selbst er in der Rolle des kumpelhaften Sport und Politiklehrers, stolpert holprig über seinen Text und wirkt vor allem im Klassenzimmer wie ein Nachrichtensprecher der seinen Text ablesen muss. Der Dialog in der Klasse kommt recht hölzern daher und wirkt abgehakt nicht flüssig. Dadurch werden die ernsten Themen der Autokratie unglaubwürdig. Hier wäre es durchaus ratsamer gewesen, gerade die Jugendlichen improvisieren zu lassen. Die Schauspielkunst sucht man hier vergebens, daran konnte auch das Augenkullern der charmanten Christiane Paul nichts ändern.
Ebenfalls fatal wirkt der gewollte Versuch alle möglichen Charaktere unterzubringen. Da ist der Klassenclown, der Sportler, die Zicke, die Coole, das Bonzenkind und natürlich der Freak. Fast wie ein Abriss aus „The Breakfast Club“, nur dass dieser eben lustig sein sollte, und „Die Welle“ eigentlich keinen Grund zum Lachen gibt. Gansel versucht zwar anscheinend typische Charaktereigenschaften und vor allem Erscheinungsbilder heutiger Jugendlicher einzufangen und schafft das auch, doch hat mir das Verhalten diverser Jugendlicher vor bestehen der Welle mehr Gänsehaut bereitet als das Verhalten derselben in der späteren faschistischen Gemeinschaft. Wenn das noch mehr Zuschauern so erging, ich befürchte es fast, dann hat der Film tatsächlich am Ziel vorbeigeschossen. 
Fest steht: Faschismus war und ist immer noch ein böses Thema, das scheinbar irgendwo in dicken Büchern verschwunden ist und nur noch von „Stern“ und Co. hin und wieder aufgegriffen wird. Leider sind es nicht nur die Sternleser, denen es an einer solchen Aufklärung bedarf. Empfehlen kann ich den Film leider nicht, zumindest nicht fürs Kino, und schon gar nicht für einen saftigen Preis von mindestens 7 Euro. Wer tatsächlich wissen will, was die „Moral von der Geschicht’“ eigentlich ist, liest bitte das Buch!!!

So richtig erschreckend (das Lachen ist mir an einigen Stellen in der Kehle stecken geblieben) ist dieser kleine Film. Es handelt sich um die Uraufführung des Films für einige Münchner Schüler, die sogleich auch ein paar Sätze dazu sagen sollten. Göttlich!!!

http://www.youtube.com/watch?v=QwbmK7G9Dcc
von Odie veröffentlicht in: Filme
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